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Führerschein (Ausland) umschreiben lassen

Ausländischer Führerschein aus der EU/EWR

Grundsätzlich brauchen Führerscheine aus der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) nicht in eine deutsche Fahrerlaubnis umgeschrieben werden.

Sie gelten im gleichen Umfang wie im Ausstellungsstaat, sofern die identischen Fahrerlaubnisklassen nach deutschem Recht nicht befristet sind.

Die Klasse B wird in Deutschland unbefristet erteilt. Der Inhaber einer EU-Fahrerlaubnis der Klasse B, die nicht befristet ist, muss seinen Führerschein nicht umschreiben.

Die C- und D-Klassen werden in Deutschland auf 5 Jahre befristet. Da diese  Fahrerlaubnisklassen nicht in jedem EU-Staat befristet sind,  sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Umschreibung der EU-Fahrerlaubnis rechtzeitig vor Ablauf  von 5 Jahren nach Erteilung (bzw. Ausstellung) beantragt wird. Die im Ausland unbefristeten Klassen sind  in Deutschland möglicherweise nicht mehr gültig. Bitte beachten Sie dazu die Seite Verlängerung Fahrerlaubnis C- und D-Klassen.

Die Umschreibung des Führerscheins ist auch dann erforderlich, wenn das Dokument (nicht die Fahrerlaubnisklassen) zeitlich befristet ist. Seit dem 19.01.2013 wird auch in Deutschland das Führerscheindokument bei Neuausstellung auf 15 Jahre befristet.

Ausländischer Führerscheins eines nicht EU/EWR-Staates

Wer im Besitz eines gültigen ausländischen Führerscheins ist, darf  grundsätzlich 6 Monate ab Einreise mit dem Führerschein in Deutschland fahren. Wer länger als 6 Monate in Deutschland bleiben und fahren möchte, muss den Führerschein in eine deutsche Fahrerlaubnis umschreiben. Ausländische Führerscheine werden in der Europäischen Union nur anerkannt, wenn man sich im Staat, der ihn erteilt hat, mehr als 185 Tage aufgehalten hat. Lernführerscheine oder provisorische Führerscheine berechtigen hier nicht zum Führen eines Kraftfahrzeuges und können somit auch nicht umgeschrieben werden.

Wichtiger Hinweis:
Ab dem 01.07.2011 darf in Deutschland mit einer ausländischen Fahrerlaubnis nur noch dann ein Kraftfahrzeug geführt werden, wenn das nach deutschem Recht erforderliche Mindestalter erreicht ist. Das bedeutet beispielsweise, dass man 18 Jahre alt sein muss, wenn man einen Pkw (bis 3,5 t) in Deutschland fahren will. Davon betroffen sind überwiegend Austauschschüler, die während ihres Auslandsaufenthaltes eine Fahrerlaubnis (z. B. in den USA, Australien oder Neuseeland) erworben haben. Eine sofortige Umschreibung der ausländischen Fahrerlaubnis ab Wohnsitznahme/ Rückkehr unter Teilnahme am "Begleiteten Fahren ab 17" ist jedoch möglich!

Je nachdem, in welchem Staat der ausländische Führerschein ausgestellt wurde, ist über eine Fahrschule eine theoretische und praktische Prüfung abzulegen. Der Ausbildungsaufwand ist jedoch geringer als bei Anträgen auf Ersterteilung oder Erweiterung der Fahrerlaubnis (die Pflichtstunden entfallen). 

Für Führerscheine aus Staaten, die in der Anlage 11 zur Fahrerlaubnis-Verordnung aufgeführt sind, wird je nach Abkommen zwischen dem Ausstellungsstatt des Führerscheins und der Bundesrepublik Deutschland entweder keine Prüfung, eine theoretische und/oder praktische Prüfung verlangt.

Die häufig nachgefragten Staaten:

Ausstellungsstaat Klasse(n) theoretische
Prüfung
praktische
Prüfung
Japan Alle Nein Nein
Schweiz Alle Nein Nein
Syrien Alle Ja Ja
Türkei Alle Ja Ja

Benötigte Unterlagen

Ausländischer Führerschein aus der EU/EWR

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • ausländischer Führerschein
  • ein Foto (biometrisch, Mindestgröße 35 x 45 mm)

Ausländischer Führerscheins eines nicht EU/EWR-Staates

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Führerschein im Original
  • ein Foto (biometrisch, Mindestgröße 35 x 45 mm)
  • amtlich anerkannte Übersetzung des Führerscheins / ADAC
  • ggf. Sehtest oder augenärztliches Zeugnis
  • ggf. Schulung in Erster Hilfe
  • ggf. Name und Anschrift der Fahrschule
  • ggf. weitere Nachweise bei Umschreibung von LKW- und Busführerscheinen: Hierzu wird eine persönliche Beratung empfohlen.

Gebühren

Ausländischer Führerschein aus der EU/EWR

Die Gebühren richten sich nach dem jeweiligen Einzelfall und liegen zwischen 29,90 Euro und 60,50 Euro.

Ausländischer Führerscheins eines nicht EU/EWR-Staates

Die Gebühren richten sich nach dem jeweiligen Einzelfall und liegen zwischen 29,90 Euro und 68,20 Euro.

Rechtliche Grundlagen