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40 Jahre Kreis Viersen: Ein Kreis in den besten Jahren

Kempener Burg

Der Kreis Viersen feiert 2015 sein 40-jähriges Bestehen. "Alle Neune" heißt es ab 1975. Aus 32 Ortschaften verschmelzen fünf Städte und vier Gemeinden zum Kreis Viersen. Das "Königreich Kempen" ist passé. In Viersen entsteht ein riesiges modernes Kreishaus. Anfangs tut man sich schwer. Doch nach einigen Jahren keimt so etwas wie Kreis-Identität.

Am 1. Januar 1975 schlug also die Geburtsstunde des Kreises Viersen. Er entstand aus dem früheren Kreis Kempen-Krefeld. Seit der ersten kommunalen Neugliederung 1970 gehörte bereits das Gebiet der Städte Kempen, Nettetal, Willich und Tönisvorst sowie der Gemeinden Grefrath, Brüggen und Schwalmtal dazu. Die 1972 entstandene Gemeinde Niederkrüchten kam 1975 in den Kreis, ebenso wie die Stadt Viersen. Aus den 32 Städten und Gemeinden des vormaligen Kreises Kempen-Krefeld wurden neun im Kreis Viersen.

Erster Landrat war Hanns Backes (bis 1999), erster Oberkreisdirektor (OKD) Rudolf H. Müller. Landtag und Verfassungsgerichtshof NRW beschlossen 1975 gegen den Willen des Kreistags, den Kreissitz von Kempen nach Viersen zu verlegen.  Auf einem ehemaligen Firmengelände von Kaiser's Kaffee entstand in Viersen ein neues Kreishaus, das 1984 bezogen wurde.

Kreishaus Viersen

Zur guten Entwicklung des Kreises trug die kontinuierliche Sparkassen-Neugliederung bis hin zur Sparkasse Krefeld / Kreis Viersen bei. Aber auch das Wirken der bereits 1964 gegründeten Wirtschaftsförderungsgesellschaft führte dazu, dass der Kreis Viersen seinen Bürgerinnen und Bürgern Wohlstand, Arbeit und ein Klima der Zufriedenheit bescherte.

Oberkreisdirektor Heinz-Josef Vogt konnte ab 1984 die bereits von seinem Vorgänger Müller angeschobenen Einrichtungen wie Musikschule, Volkshochschule, Bücherei oder Archiv zur Blüte treiben.  Vogt stellte während seiner bis 1989 währenden Amtszeit erstmals die Frage nach einem Kreisbewusstsein bzw. einer Kreis-Identität.

"Ich bin überzeugt, dass wir auch künftig die richtigen Weichenstellungen vornehmen werden und sich der Kreis Viersen weiterhin als dynamischer und attraktiver Lebensraum entwickelt", sagt Peter Ottmann, von 2004 bis 2015 Landrat. Der 2013/2014 entwickelte Masterplan hat den Verantwortlichen als Botschaft mit auf den Weg gegeben, dass der Kreis Viersen bereits gut aufgestellt ist, aber noch besser werden kann. Ottmann: "Der Masterplan hat uns vor allem bewusst gemacht, über welches Pfund wir verfügen. Das gilt es herauszustellen und auszubauen."

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