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Baulandpreise im Kreis Viersen stabil

BaustelleBaulandpreise im Kreis Viersen stabil - Grundstücksmarktbericht 2017 liegt vor

Die Preise für Bauland im Kreis Viersen sind im Jahr 2016 relativ stabil geblieben. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses des Kreises Viersen hervor. Bei leicht steigender Anzahl von Kauffällen bleibt das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ausgewogen.

Leichte Steigerungen bewegten sich um den Wert von 3 Prozent (Schwalmtal und Willich, sowie Nettetal-Hinsbeck, -Lobberich, Tönisvorst-St. Tönis, Viersen-Süchteln und -Boisheim). Im Ortsteil Kempen der Stadt Kempen stiegen die Richtwerte um 5 Prozent. "Die höchsten Baulandpreise für den Wohnungsbau werden in Kempen und in Tönisvorst-St. Tönis erzielt. In guten Wohnlagen sind in den Städten allgemein 195,- bis 280,- Euro pro Quadratmeter und in den Gemeinden 155,- bis 200,- Euro pro Quadratmeter gezahlt worden", erklärt Claudia Ziemer, Vorsitzende und Geschäftsführerin des Gutachterausschusses. "Bei den mittleren Wohnlagen liegt die Spanne im gesamten Kreisgebiet zwischen 140 und 260 Euro."

Ähnlich konstant sind auch die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für Eigentumswohungen geblieben. Die meisten Kaufverträge in diesem Marktsegment wurden wieder in Viersen abgeschlossen. Die höchsten durchschnittlichen Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser sind im Bereich Kempen geflossen. In den Gemeinden Brüggen, Grefrath und Nettetal sind die Durchschnittspreise kreisweit am niedrigsten. Zum Vergleich: Ein Quadratmeter Doppelhaushälfte oder Reihenendhaus (Baujahr zwischen 1975 und 1999) kostet in Kempen 2.400 Euro, in Brüggen 1.610 Euro.

Gute Voraussetzungen bietet der Kreis Viersen weiterhin auch für Gewerbebetriebe: Die Preise für Gewerbebauland blieben kreisweit stabil. Der Flächenumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr allerdings um 70 Prozent auf 17,3 Hektar gestiegen.

Deutlich gestiegen sind wieder die Preise für landwirtschaftliche Nutzflächen. Hier liegen die Kostensteigerungen beim Ackerland bei bis zu 15 Prozent. 

"Der Grundstücksmarktbericht zeigt, dass den Käufern dramatisch steigende Immobilienpreise wie in den Metropolen erspart bleiben", zeigt sich Baudezernent Andreas Budde zufrieden. "Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass der Kreis Viersen als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiv bleibt."

Aus den Daten der Kaufpreissammlung leitet der Gutachterausschuss die durchschnittlichen Lagewerte und die für die Wertermittlung erforderlichen Marktdaten ab. Die Ergebnisse werden vom Gutachterausschuss festgesetzt und in Form eines Grundstücksmarktberichtes und in digitalen Bodenrichtwertkarten kostenlos online (www.boris.nrw.de) zur Verfügung gestellt.

Daten und Fakten

  • Der Gutachterausschuss hat 3.064 (+8%) Verkaufsfälle unter die Lupe genommen. Davon waren 2.471 auswertbar.
  • 48 Prozent der auswertbaren Kauffälle entfielen auf bebaute Grundstücke.
  • Die meisten der auswertbaren Verkaufsfälle waren in Viersen (738) und Willich (519) zu verzeichnen.
  • Der Flächenumsatz bei Wohnbauland ging auf 18 Hektar (-5%) zurück, der Geldumsatz sank auf 29,9 Mio. Euro (-3,9%).
  • Mit 239 auswertbaren Kauffällen liegt die Anzahl der Verträge über unbebaute Grundstücke für den individuellen Wohnungsbau um 16 Prozent niedriger als im Vorjahr.
  • Günstigstes freistehendes Einfamilienhaus: 860 Euro/qm in Viersen (vor 1949 gebaut)
  • Teuerstes freistehendes Einfamilienhaus: 3.690 Euro/qm in Kempen (vor 1949 gebaut)

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