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HIV-Beratung bietet Tests und Gespräche an

Teststreifen und Broschüre mit Titel "test?"

Seit Oktober ist es in Deutschland möglich, einen HIV-Schnelltest in Apotheken, Drogerien oder im Internet zu kaufen. Das Gesundheitsamt des Kreises Viersen weist darauf hin, dass der Test für Zuhause nicht zum Angebot des Gesundheitsamtes gehört. „Wer weitere Informationen zum HIV-Heimtest erhalten möchte oder nach der Durchführung eine Beratung und Überprüfung des Ergebnisses wünscht, kann sich aber gerne an uns wenden“, sagt Beate Guse, Beraterin zu HIV und sexuell übertragbaren Krankheiten beim Kreis-Gesundheitsamt.

Die Beraterinnen des Gesundheitsamtes stehen unter Telefon 02162/39-1696 und E-Mail aids-beratung@kreis-viersen.de Rede und Antwort. Ausführliche Informationen zum Angebot und den Testverfahren gibt es zudem unter www.kreis-viersen.de/aidsberatung.

Allgemeine Information

Beim HIV-Test (HIV-Antigen-Antikörper-Suchtest) - oft auch AIDS-Test genannt - wird das Blut auf Antigen und Antikörper untersucht. Das Antigen ist ein Bestandteil des HI-Virus und die Antikörper sind Abwehrstoffe, die das menschliche Immunsystem gegen das HI-Virus bildet. Daher wird der Test auch Kombinationstest genannt.

Dieser Kombinationstest ist eine spezielle Untersuchung des Blutes. Er ist nicht Bestandteil der üblichen hausärztlichen Kontrolle der Blutwerte (z.B. des kleinen/großen Blutbildes). Er darf nur mit persönlichem Einverständnis durchgeführt werden.

Die Zeitdauer zwischen Ansteckung und Nachweisbarkeit von HIV-Antigen/Antikörpern kann bei Menschen unterschiedlich sein und hängt vom jeweiligen Testverfahren (Labordiagnostik/Schnelltest) ab. Bei beiden Tests handelt es sich um einen HIV-Test der 4. Generation.

Welches Testverfahren im Einzelfall in Frage kommt, wird im persönlichen Gespräch geklärt. Auch Fragen zum Ansteckungsrisiko, Test-Zeitpunkt, Schutzmöglichkeiten etc. können besprochen werden.

Eine HIV-Infektion ist heutzutage gut behandelbar – Voraussetzung ist aber der HIV-Test!

HIV-Test als Labordiagnostik

Was man über den Test wissen sollte

Durch die Labordiagnostik lässt sich eine Ansteckung mit dem HI-Virus 6 Wochen nach dem letzten Ansteckungsrisiko sicher ausschließen. Wird der Test früher gemacht, kann das zu einem falschen Befund führen. Antigen und Antikörper sind dann noch nicht sicher nachweisbar (diagnostische Lücke). Falls eine Ansteckung stattgefunden hat, kann das Virus auch in dieser Zeit weitergegeben werden, obwohl das Testergebnis noch negativ ist.

Nachweisen kann man eine Ansteckung zum Teil schon früher, daher kann in seltenen Fällen ein Test vor Ablauf der 6 Wochen sinnvoll sein. Dies wird im persönlichen Gespräch geklärt.

Nach einer ausführlichen Beratung erfolgt die Blutentnahme ebenfalls im Gesundheitsamt. Sie müssen hierfür nicht nüchtern sein. Der Zeitraum zwischen Blutabnahme und dem Eintreffen des Ergebnisses beträgt einige Tage. Das Ergebnis wird nur persönlich mitgeteilt. Eine schriftliche Bescheinigung wird nicht ausgestellt.

Was wird untersucht?

Beim Labortest wird in einem ersten Screening im Blut nach HIV-Antigen/Antikörpern gesucht. Werden diese nicht gefunden, ist das Ergebnis negativ. Das bedeutet eine Ansteckung mit dem HI-Virus wurde ausgeschlossen.

Zeigt der Test eine Reaktion, werden im Labor aus der gleichen Blutprobe weitere Untersuchungen angeschlossen, die eine HIV-Infektion bestätigen oder ausschließen. Wird die HIV-Infektion bestätigt, ist das Ergebnis positiv.

HIV-Test als Schnelltest

Was man über den Test wissen sollte

Die Bezeichnung „Schnelltest“ ist etwas irreführend. „Schnell“ bezieht sich nur auf die Auswertung und Bekanntgabe des Testergebnisses.

Durch den Schnelltest lässt sich eine Ansteckung mit dem HI-Virus erst 12 Wochen nach dem letzten Ansteckungsrisiko sicher ausschließen. Wird der Test früher gemacht, kann das zu einem falschen Befund führen, weil Antigen und Antikörper noch nicht sicher nachweisbar sind (diagnostische Lücke). Falls eine Ansteckung stattgefunden hat, kann das Virus auch in dieser Zeit weitergegeben werden, obwohl das Testergebnis noch negativ ist.

Nach einer ausführlichen Beratung erfolgt die Blutentnahme ebenfalls im Gesundheitsamt. Sie müssen hierfür nicht nüchtern sein. Der Zeitraum zwischen Blutabnahme und Bekanntgabe des Testergebnisses beträgt ca. 30 Minuten. Das Ergebnis wird nur persönlich mitgeteilt. Eine schriftliche Bescheinigung wird nicht ausgestellt.

Der Test ist ungeeignet, wenn zur Senkung des HIV-Infektionsrisikos Medikamente eingenommen werden (PrEP, PEP). In diesem Fall ist ein HIV-Labortest zu empfehlen.

Was wird untersucht?

Beim Schnelltest wird mit einem ersten Screening im Blut nach HIV-Antigen/Antikörpern gesucht. Werden diese nicht gefunden ist das Ergebnis negativ. Das bedeutet eine Ansteckung mit dem HI-Virus wurde ausgeschlossen.

Zeigt der Test eine Reaktion, muss dies durch einen Labortest überprüft werden. Erst dieser kann dann eine HIV-Infektion definitiv bestätigen oder ausschließen.

Hierfür ist eine erneute Blutentnahme notwendig. Das Vorgehen ist dann wie bei der Labordiagnostik.

HIV-Test als Selbsttest

Was man über den Test wissen sollte

Der HIV-Selbsttest, auch Heimtest genannt gehört nicht zum kostenlosen, anonymen Angebot des Gesundheitsamtes. Die zugelassenen HIV-Selbsttests (CE-Zeichen) sind freiverkäuflich. Die Beratung zum Selbsttest oder die Überprüfung ist kostenlos und anonym im Gesundheitsamt möglich.

Der HIV-Selbsttest ist ein Schnelltest. Eine Ansteckung mit dem HI-Virus lässt sich daher erst 12 Wochen nach dem letzten Ansteckungsrisiko ausschließen. Wird der Test früher gemacht, kann das zu einem falschen Befund führen, weil Antikörper noch nicht sicher nachweisbar sind (diagnostische Lücke). Falls eine Ansteckung stattgefunden hat, kann das Virus auch in dieser Zeit weitergegeben werden, obwohl das Testergebnis negativ ist.

Zeigt der Test eine Reaktion, muss dies durch einen Labortest überprüft werden. Erst dieser kann dann eine HIV-Infektion definitiv bestätigen oder ausschließen.

Der Selbsttest wird mit Blut aus dem Finger durchgeführt. Vor der Anwendung empfiehlt es sich die Gebrauchsanweisung genau durchzulesen und zu verstehen. Eine fehlerhafte Anwendung der Selbsttests kann zu falschen Ergebnissen führen.

Auch der Rahmen in dem der Test gemacht wird, sollte vorab überlegt werden. Dazu gehört z. B. die Information über die nächstliegende Beratungsstelle und deren Öffnungszeiten oder die Anwesenheit anderer Personen. Ein HIV-Test kann weitreichende Folgen haben und sollte daher immer eine freie persönliche Entscheidung sein.

Der Test ist ungeeignet, wenn Sie zur Senkung des HIV-Infektionsrisikos Medikamente einnehmen (PrEP, PEP). In diesem Fall ist ein HIV-Labortest zu empfehlen.

Bei Fragen zum Selbsttest oder dem Wunsch einer zuverlässigen Überprüfung des Ergebnisses wenden Sie sich gern an uns!

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